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Hass in freundlicher Verpackung

Nun ist er wieder weg, der alte Tattergreis…

Viel umjubelt, von erstaunlich vielen Kindern und Jugendlichen gefeiert und in den Medien zu wenig kritisch beäugt verlief der Besuch des Papstes in Deutschland.

Schaltete man zwischen dem 22. und 25.Septemper den Fernseher ein, war es schwer Benedikt XVI. zu entgehen. Hatte man ihn erst einmal auf dem Schirm, war es ebenfalls schwer weg zu schalten, denn den Mist, den er von sich gab, musste man sich einfach selbst antun, um ihn glauben zu können…

Im Bundestag zeigte er deutlich, wie verwirrt der arme alte Mann ist, als er den Weg zum Rednerpult nicht ohne fremde Hilfe fand. Immer wieder fragte ich mich in diesen Tagen, wie man einem so dement wirkenden Greis so viel Macht überlassen kann…

Erleichtert zeigten sich fast alle Politiker nach der Rede im Bundestag. Hatte Benedikt XVI. doch geschickt brisante Themen umschifft oder so gut in seinen Worten versteckt, dass sie einfach überhört wurden. Die Wahrheit ist, dass er mit seinen Äußerungen zu „Natur und Vernunft“ eine mittelalterliche Naturrechtslehre vertritt, welche für ihn zu den Grundlagen allen Handelns gehört. Ist einem dies nicht Bewusst, mag die Rede wohl wirklich erstaunlich diplomatisch geklungen haben. Tatsache ist aber, dass die vom Papst hier angesprochenen Ansichten vollkommen veraltet und unangebracht sind und kein Wissenschaftler sie für brauchbar hält (z.B. gilt in dieser Lehre Sklaverei als Naturrecht).

Noch schlimmer wurde es dann jedoch in seinen weiteren Reden, so z.B. vor Vertretern der muslimischen Gemeinde:

„Als Menschen des Glaubens können wir, von unseren jeweiligen Überzeugungen ausgehend, ein wichtiges Zeugnis in vielen entscheidenden Bereichen des gesellschaftlichen Lebens geben. Ich denke hier z. B. an den Schutz der Familie auf der Grundlage der Ehegemeinschaft, an die Ehrfurcht vor dem Leben in jeder Phase seines natürlichen Verlaufs oder an die Förderung einer größeren sozialen Gerechtigkeit.“

Da hätten wir sie nun also, die brisanten Themen…

Hier wird in so wenigen Worten so vieles angeprangert. Die Homoehe, sowie Adoptionsrecht für Homosexuelle. Uneheliche Kinder und Alleinerziehende. Verhütung. Abtreibung.

In solchen Momenten frage ich mich jedes Mal, wie jemand, der gezwungen ist zölibatär zu leben, uns etwas über Familie erzählen kann… Wie kann eine Kirche, die ihren eigenen Vertretern keine Familie erlaubt, diejenige sein, die bei jeder Gelegenheit klarmacht, wie Familie auszusehen hat?!

Noch deutlicher wurde Benedikt XVI. vor Vertretern der orthodoxen und altorientalischen Kirche:

„Der Glaube an Gott, den Schöpfer des Lebens, und das unbedingte Festhalten an der Würde jedes Menschen bestärken gläubige Christen, jedem manipulativen und selektiven Eingriff am menschlichen Leben vehement entgegenzutreten. Im Wissen um den Wert von Ehe und Familie ist es uns zudem als Christen ein sehr wichtiges Anliegen, die Integrität und die Einzigartigkeit der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau vor jeglicher Missdeutung zu schützen. Hier leistet das gemeinsame Engagement der Christen, darunter vieler Orthodoxer und Orientalen, einen wertvollen Beitrag zum Aufbau einer zukunftsfähigen Gesellschaft, in der der menschlichen Person der ihr geschuldete Respekt entgegengebracht wird.“

Aha! Da haben wir sie schon wieder, die sündigen Homosexuellen… Und auch Abtreibung und Verhütung sind wieder mal ein Gräuel.

Ich könnte noch seitenlang so weitermachen, doch ich denke, es ist klar, was ich sagen will…

Die im Mittelalter hängengebliebenen Oberhäupter der katholischen Kirche werden nicht von ihren Meinungen abweichen und es ist gefährlich, ihre Worte nicht zu hinterfragen.

Ich beobachte mit wachsender Sorge, wie der Papst gerade von jungen Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten, wie ein Popstar gefeiert wird und ich befürchte, dass diese jungen Menschen ihm blind nach dem Mund reden und damit zu intoleranten Erwachsenen werden, die allen Menschen, die ‚anders‘ sind, das Leben schwer machen… Wie es schon Generationen vor ihnen taten… Solange das Wort der katholischen Kirche noch solche Macht hat, wird sich die Gesellschaft nicht ausreichend ändern, um ein vernünftiges und akzeptierendes Miteinander zu gewährleisten!

(Papst-Zitate von Queer.de kopiert)

27.9.11 12:57
 


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